Kohlrouladen – ein entstaubter Klassiker

Auch wenn das Gericht schon im Küche im Byzantinischem Reich gekocht wurde und besonders in Europa und Westasien verbreitet ist, so wenig kannte ich es. Weder gekocht, noch gegessen hatte ich sie bis vor wenigen Tagen – die Kohlrouladen. Den Wunsch des Mitessers habe ich so auch das ein oder andere Jahr ausgeschlagen. Ja, bis vor wenigen Tagen. Schließlich muss er meist nach meinem Geschmack essen, da könnte ich ihm ja auch mal entgegen kommen. Gesagt getan.

Ich googlete und fragte mich rundherum nach einem geeigneten Rezept herum und versuchte mich dann an einem von einer bekannten Plattform mir der Kochmütze.

Ich war guter Dinge und entschied mich gleich für eine größere Menge – schließlich kann man Kohlrouladen sehr gut einfrieren.

Ich orientierte mich an diesem Rezept und pimpte es hier und da noch ein wenig.

Zutaten für 8 Portionen
1 großer Weißkohl
500 g Hackfleisch, gemischtes
250 g Bratwurstbrät (2 Bratwürste)
3 Eier
1 Brötchen vom Vortag
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Muskat
1 TL Kümmel
1 Liter Rinderbrühe
2 TL Saucenbinder
2 EL Schweineschmalz
Ein paar Schinkenwürfel
Beilage: Salzkartoffeln

Zu Beginn kümmerte ich mich um das Hackfleisch. Hierfür mischte ich Hackfleisch, gewürfelte Zwiebeln, das Bratwurstbrät mit den Eiern und dem eingeweichten Brötchen vom Vortrag. Die homogene Masse durfte dann nach dem Würzen im Kühlschrank pausieren.

Nun war der Kohl dran. Nun gut, den Strunk also rausschneiden – so gut wie das eben geht und den ganzen Kohl in einen Topf geben und mit gesalzenem Wasser bedecken. Kocht das Wasser kommt der Topf von der Platte und der Kohl darf ein wenig ziehen. Dann kommt das Kniffelige – die großen Blätter vom Kohl abziehen, auf Küchentücher legen und mit Salz bestreuen. Hier habe ich mir etwas schwer getan und musste den Kohl dann ein zweites Mal in heißes Salzwasser geben und die Blätter leichter vom Kohl zu bekommen.

Laut Rezept sollten dann je zwei Esslöffel Hackfleisch in einem Kohlblatt eingerollt werden. Ich habe die Roulade nicht mit herkömmlichen Rouladennadeln geschlossen, sondern mit Küchengarn.

Kohlroulade

In Schmalz briet ich die Rouladen an und stellte sie zur Seite. Der restliche Kohl wird nun kleingeschnitten und im gleichen Fett angebraten. Hier habe ich dann noch ein paar Schinkenwürfel dazu getan. Nun kommen der Kümmel und die Fleischbrühe dazu. Die Kohlrouladen dürften dann ebenfalls wieder in den Topf.

Nach einer Stunde bei 180° Grad im Ofen verfeinerte ich die Sauce und nahm Saucenbinder zum Abbinden.

Ganz nach klassischer Art habe ich Kartoffeln dazu serviert.

Erstaunlicher Weise waren die Rouladen schnell gemacht und das Ganze nicht so richtig aufwändig – ist hatte mir das anders vorgestellt.

JuliasEvent-KlassikerGeschmacklich: Okay, ich war schon skeptisch, ABER es schmeckt ganz lecker. Wenn die restlichen eingefrorenen Kohlrouladen auch gegessen wurden, werde ich mich an einer Version 2.0 versuchen.

Meine Kohlrouladen nehmen als entstaubte Klassiker beim Blogevent von Julia vom German Abendbrot teil.

 

 

 

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